Mit der Mikroförderung 2026 stärkt das Land Niedersachsen gezielt das Ehrenamt und die Zivilgesellschaft. Die Niedersächsische Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens, hat Ende Februar 2026 in Hannover offiziell den Startschuss gegeben und dazu einen Förderscheck über eine Million Euro an die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Niedersachsen e. V. (LAGFA) überreicht.


Die Mikroförderung ist in dieser Form neu in Niedersachsen. Sie ist ein zentraler Bestandteil der Niedersächsischen Strategie für Engagement und Ehrenamt sowie des Anfang 2026 beschlossenen Konzepts zur Stärkung der Zivilgesellschaft. Ziel ist es, ehrenamtliche Initiativen, Vereine und Engagierte mit kleinen, wirkungsvollen Zuschüssen zu unterstützen – dort, wo Engagement konkret entsteht.
Für das Projekt „Offenes Kickbox-Training zur Jugendförderung und Integration“ hat der Martial Arts Dojo eine Förderzusage erhalten.

Projektbeschreibung
Ausgangslage
Viele Kinder und Jugendliche – insbesondere aus sozial benachteiligten Lebenslagen – haben nur eingeschränkten Zugang zu regelmäßiger sportlicher Betätigung. Gleichzeitig besteht ein hoher Bedarf an präventiven, integrativen und niedrigschwelligen Angeboten zur Förderung von Bewegung, sozialer Kompetenz und Gewaltprävention.
Zielsetzung
Das Projekt verfolgt das Ziel, Kindern und Jugendlichen durch ein kostenloses Kickbox-Angebot:
- einen sicheren Zugang zum organisierten Sport zu ermöglichen,
- Integration, Respekt und Fair Play zu fördern,
- junge Menschen mit und ohne Behinderung,
- Selbstvertrauen, Körperbewusstsein und soziale Kompetenzen zu stärken,
- sportliche Perspektiven wechseln und eigenes Handeln reflektieren
Hemmschwellen gegenüber Sportvereinen abzubauen.
Zielgruppe
- Kinder und Jugendliche im Alter von ca. 8–17 Jahren
- unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder sportlicher Erfahrung und Handicaps
- optional separate Kurse ausschließlich für Mädchen zur gezielten Förderung
Projektbeschreibung
- 6 offene Kickbox-Trainingseinheiten pro Jahr, jeweils 2-3 Stunden
- kostenfrei und ohne Vereinsbindung
- Durchführung in zentraler Lage nahe der Stadtmitte Oldenburgs (gut erreichbar mit ÖPNV)
Inhalte:
- altersgerechtes Aufwärmen und Koordination
- Pratzenarbeit
- bedingtes, kontaktarmes Sparring mit klaren Regeln
- Vermittlung von Fair Play, Respekt und Selbstkontrolle
Pädagogisches und sportliches Konzept
- kein Vollkontakt, kein Wettkampfdruck
- klare Verhaltens- und Sicherheitsregeln
- Stärkung von Teamfähigkeit und Konfliktfähigkeit
- Beachtung der Kinderschutzrichtlinien des LSB
„Wir freuen uns sehr über diese Zusage, denn nur aufgrund der Förderung ist unser junger Verein in der Lage, in diese für uns sehr sinnvolle Jugendarbeit einzusteigen” , so Eva-Maria Sündermann, 2. Vorsitzende des MAD.





